Eine bewegte Geschichte

Lanciert wurde der Pod’Ring 1978 von verschiedenen Jugend- und Freizeitprojekten. Ziel war es ein nicht-kommerzielles Sommerfestival zu organisieren. In der Zwischenzeit hat sich der Pod’Ring stetig weiterentwickelt und professionalisiert, dem Grundgedanken allerdings ist es bis heute treu geblieben.

Dass aus der Initialzündung eines alternativen Festes immer mehr ein kleines Festival mit einem stark kulturellen Hintergedanken wurde, liegt in der Struktur der Organisation. Im Verein, welcher das Gefäss Pod’Ring seit über dreissig Jahren immer wieder neu und anders füllt, soll jede und jeder nach seinen Kräften und Fähigkeiten mitgestalten können. So wurden denn im Laufe der Jahre verschiedenste Ideen ausprobiert: Der Pod’Ring wanderte von Ort zu Ort, er erstreckte sich über ganze Sommer, er änderte seine Infrastruktur, bekam eine gedeckte Bühne, er verbreiterte sein kulturelles Programm... In diesem Sinne veränderte sich mit dem Zeitgeist der letzten dreissig Jahre auch die Ausprägung des Fest(-ivals). Dass dieses vielseitige Suchen nach immer neuen Formen und Inhalten überhaupt gelingen konnte, verdankt der Pod’Ring neben den ehrenamtlichen Aktiven und dem treuen Publikum natürlich ebenfalls der finanziellen Unterstützung durch die öffentliche und private Hände sowie der manchmal zähen, manchmal reibungslosen, unterstützenden Zusammenarbeit mit Bieler Politikern, der Polizei und der Dienststelle für Kultur. Und so mauserte sich der Pod'Ring in all den Jahren zum respektierten und beachteten Festival, welches ebenso starken Bezug zur regionalen Musik- und Kunstszene hat, wie es auch Akzente mit internationalen wie nationalen KünstlerInnen setzt. Er mauserte sich aber auch zum soziokulturellen Event, welcher verschiedenste Menschen aus Biel und der weiteren Umgebung zusammenbringt, welcher die Zweisprachigkeit sowie den Austausch in die Romandie fördert und welcher die Integration von MigrantInnen und sozial Randständigen unterstützt.